Schwarzwaldbahn Musical
Liebe Freunde des Schwarzwaldmuseums,
am 23. Oktober 2009 ist die Premiere des Robert Gerwig Musicals in Triberg.
www.schwarzwaldbahn-musical.de
Folgend finden Sie einen Lebenslauf vom genialen Erbauer der Schwarzwaldbahn:
Modells der Schwarzwaldbahn im Schwarzwaldmuseum Triberg. Der Erbauer der Anlage ist Walter Fehrenbach aus Schramberg, der sie bereits 1954 erstellte. Walter Fehrenbach ist seinerzeit die in diesem Abschnitt rund 10 km lange Schwarzwaldbahnstrecke abgelaufen und hat sämtliche im Modell eingearbeiteten Steine an den Originalstellen entnommen. Auch die Tunnel der Anlage wurden in Ihrem Mauerwerk individuell nach dem Original gestaltet. Jeder Baum ist aus Wurzeln, Laub und Moos handgefertigt.
Robert Gerwig (1820-1885) – Lebensdaten
- 2. Mai 1820 Geburt in Carlsruhe (so die damalige Schreibweise); Eltern: Ministerialrevisor Christian Gerwig und seine Ehefrau Caroline geb. Reichenbacher
- bis 1834 Besuch des Lyzeums Carlsruhe
- 1834-1839 Studium an der Badischen Polytechnischen Schule, der heutigen Universität
- (TH) Karlsruhe
- bis 1841 Ingenieurkandidat
- 1841-1850 als Ingenieurkandidat Tätigkeiten bei den Wasser- und Straßenbauinspektionen
- Bruchsal, Freiburg, Heidelberg und Rastatt sowie in der Oberdirektion des Wasser- und Straßenbaus Carlsruhe;
- Kurzurlaub und Auslandsreisen;
- Fremdsprachenstudium
- 24.04.1846 Ernennung zum Ingenieur (Staatsanstellung)
- 11. Juli 1846 Heirat mit Caroline Berger, Tochter des Direktors der Hofdomänenkammer Carl Ludwig Berger
- 1850-1857 Leiter der Uhrmacherschule Furtwangen;
- Herausgeber der „Gewerbezeitung für den Schwarzwald“;
- Förderung der Schwarzwälder Heimarbeit;
- aktive Teilnahme an Industrieausstellungen in London, Paris und München;
- erste Projekterstellungen für den Straßen- und Eisenbahnbau in Baden bei der Oberdirektion des Wasser und Straßenbaus
- 1851 Ernennung zum Assessor
- 1853 Ernennung zum Baurat
- 1857-1873 Planung und Bau der Hochrheinstrecke sowie der Schwarzwaldbahn;
- daneben Gutachten zur Untersuchung der Korrektur der Juragewässer in der Schweiz der Wasserversorgungen von Karlsruhe und Radolfzell am Bodensee;
- mehrfache Teilnahme an der Gotthard-Konferenz;
- Reisen nach Italien zwecks Erfahrungsaustauschs mit den Eisenbahnbauern am Mont Cenis sowie nach Österreich zum Bau der Brenner und Semmeringbahn
- 1863 Ernennung zum Oberbaurat
- 1871 Ernennung zum Baudirektor
- 1872-1875 Entlassung aus dem badischen Staatsdienst;
- Oberingenieur bei der Gotthardbahn für Ausführungsplanung und Bau;
- daneben Tätigkeit als Gutachter z.B. für Lage und Gestaltung des Güterbahnhofs von Basel sowie Neubau des Bahnhofs Solothurn
- 22. Mai 1875 Wiedereinstellung als Baudirektor und Kollegialmitglied der Generaldirektion der Großherzoglich Badischen Staatseisenbahn
- 9. Dez. 1875 Berufung in den Vorstand der Technischen Abteilung der Generaldirektion
- 1875-1885 Planung und Bau weiterer Projekte; Kinzigtalbahn Hausach-Schiltach, Höllentalbahn Freiburg-Neustadt sowie der Rheinübergänge Weil, Neuenburg und Breisach
- 1875-1879 Landtagsabgeordneter des Wahlkreises Pforzheim
- 1875-1885 Reichstagsabgeordneter in Berlin; Nachtragsinvestitionen des Deutschen Reiches zur Gotthardbahn; Mitglied des Ausschusses für den Bau des Reichstagsgebäudes
- am 6. Dezember 1885 stirbt Robert Gerwig durch einen Gehirnschlag in Karlsruhe
| Schwarzwaldmuseum Triberg * Wallfahrtstraße 4 * 78098 Triberg |