Hackbrettuhr
Hackbrettuhr
Im Sommer 2008 haben wir unsere Hackbrettuhr mit geschnitztem Schild und Figurenautomaten durch Herrn Berthold Schaaf restaurieren lassen.
Die bedeutende Hackbrettuhr mit geschnitztem Schild und Figurenautomaten besitzt ein Bühnenbild mit einer Hackbrettspielerin und zwei Musikern mit Trompeten, die sich bewegen. Das Uhrengehäuse ist ca.1,10 m hoch, 0,45 m breit und 0,30 m tief. Sie wurde um 1800 von Josephus Zimmermann aus Freiburg/ Ebringen gebaut. Josephus Zimmermann (1753-1835) war Spieluhrenmacher, Uhrmacher und Holzbildhauer und hat die Hackbrettuhr wohl in allen Teilen selbst gefertigt.
Im Zusammenhang mit Spieluhren aus dem Schwarzwald tauchen oft die Begriffe „Hackbrett“, „Klavier“ oder „Harfe“ auf, die alle eine Musikuhr bezeichnen, bei der über einen Resonanzboden gespannte Saiten von kleinen Hämmerchen angeschlagen werden. Die Mechanik entspricht am ehesten dem Hammerklavier, für das Mozart und Haydn ihre Klavierkompositionen geschrieben haben. Bei den Schwarzwälder Spieluhren hat sich aber der Begriff „Hackbrettuhr“ am meisten durchgesetzt, während außerhalb des Schwarzwalds die Bezeichnung „Harfenuhr“ geläufiger ist.
Ebenfalls verfügt die Uhr über ein Flötenspielwerk, so dass Hackbrett und Flötenwerk gleichzeitig erklingen.
Bei der Uhr im Schwarzwaldmuseum wurden das Hackbrett mit der Bespannung und der Flötenteil restauriert. Nun wird die Hackbrettuhr, die durch eine Spende des Lions-Club Triberg-Schwarzwald mitfinanziert wurde, bei jeder Führung gezeigt. Sie funktioniert hervorragend- über die vom Erbauer gesetzte Musik lässt sich allerdings schmunzeln.
Die Sammlung der mechanischen Musikinstrumente im Schwarzwaldmuseum, die eine der größten in Europa ist, wurde mit der funktionierenden Hackbrettuhr um ein bedeutendes Kleinod bereichert.
| Schwarzwaldmuseum Triberg * Wallfahrtstraße 4 * 78098 Triberg |