Saba-Werke
Die Firma "SABA - Schwarzwälder Apparate Bau Anstalt" in Villingen - zählt zu den Pionieren der deutschen Rundfunkindustrie. Schon während der Einführung des Unterhaltungsrundfunks in Deutschland 1923 wurden hier Radiobauteile und Kopfhörer hergestellt.Hermann Schwer, der Gründer der SABA-Werke, leitete seit 1905 das Familienunternehmen, das 1835 als Uhrmacherwerkstatt in Triberg begonnen hatte. Er hatte schon in Triberg das Fertigungsprogramm neben den Uhren mit dem Bau von Fahrradglocken, Briefwaagen und Rasierapparaten erweitert.
Als der Betrieb während des Ersten Weltkrieges abbrannte, entschloss sich Hermann Schwer in Villingen neu anzufangen, da der Bauplatz in Triberg auch für eine Erweiterung zu klein war.
Fasziniert von den Möglichkeiten des Rundfunks, beschloss er, die Produktion auf Radiobauteile umzustellen. Zuerst waren dies elektrotechnische Einzelteile.
1926 brachte SABA den ersten Radio-Baukasten mit Bauanleitung auf den Markt. 1927 wurde der erste komplette Radioapparat gebaut. Mit dem Radiogerät "S 35" hatte sich SABA 1930 zu einem der Marktführer auf diesem Sektor entwickelt.Der 1933 gebaute "Volksempfänger" machte den Rundfunk zum Massenmedium. In den folgenden Jahren konstruierte man immer technisch perfektere Geräte bis zu großen Musiktruhen, was man an den ausgestellten Modellen verfolgen kann. Nach dem 1936 eingetretenen Tod Hermann Schwers erweiterte man ab 1945 das Fertigungsprogramm mit Tonband-, Fernseh- und Videogeräten.
1967 übernahm der US-Konzern GTE International der Mehrheitsanteile des Familienunternehmens.
Übrigens: wir haben eine DVD zu den SABA-Werken
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